Mittwoch 15. April 2026 Reise Korea-Taiwan
Meine letzte Nacht in Busan. Schon 10 Minuten vor dem Wecker war ich wach und bin dann auch erst mal direkt in die Dusche gegangen. Leider habe ich hier keine Tasse im Zimmer, sondern nur so Pappbecher, wo man sich mit den Morgenkaffee herrlich die Finger verbrennen kann. Aber trotzdem habe ich wie immer gemütlich Kaffee getrunken und meine Zeitung gelesen. Dann noch mal in Ruhe die Reste eingepackt, das Zimmer noch mal kontrolliert und dann in das morgendliche Busan hinein in Richtung Haltestelle gegangen.
Die engen Gassen, die gestern Abend noch so prall voll mit Menschen und Leben waren, sind jetzt wie ausgestorben. Vor ein paar Läden wird gefegt, aber offensichtlich schlafen viele Menschen noch. Ich kannte die Haltestelle, deshalb war keine große Sucherei notwendig. Einzige Schwierigkeit: die Haltestelle war in der Mitte der Straße, da, wo auch die Busspuren verliefen.
Dort halten auch sieben oder acht verschiedene Buslinien. Am rechten Straßenrand ist aber auch noch eine Haltestelle und da hält immer der Bus 1003. Ich brauche den Bus 3003. Alle Busse sind blau, nur die letzten beiden sind orange. Frage: hält der 3003 in der Mitte der Straße, wo die ganzen anderen blauen Busse halten oder vielleicht auf der rechten Seite?
Ich habe mich in die Mitte gestellt, aber wenn er rechts halten würde, hätte ich Probleme, weil ich da nicht so schnell hinkomme. Hier geht bei Rot niemand über die Straße, und die Rotphase dauert anderthalb Minuten. Risiko!!! Ich fragte ein Mädchen, die zwar auf die erste Frage, ob sie Englisch spreche, genickt hatte, aber ihre Antwort überzeugte mich vielleicht nur zu 80 %.
Kein gutes Gefühl, wenn man seinen Flug nicht verpassen will. Aber das Schicksal war gnädig mit mir: nach knapp 10 Minuten kam der Bus 3003. Ich stieg beim Fahrer ein und fragte noch mal sicherheitshalber: Airport?
No, no,no, sagte er und deutete auf die gegenüberliegende Straßenseite (also in die Gegenrichtung) und sagte: dort! Mit einem Schlag begriffe ich das Geheimnis dieser Haltestelle: es gab zwei Richtungen! Ich Idiot hatte zwar die richtige Haltestelle im Sinn, aber nicht darüber nachgedacht, dass es ja Busse in beide Richtungen gibt. Also rannte ich da schnell rüber und 3 Minuten später kam dann dort auch der Bus 3003, wo allerdings auch in für mich verständlicher Sprache „Airport“ vorne draufstand. Geschafft!
40 Minuten später kamen wir dann am Flughafen an und ich ging zum einchecken. Online hat das leider nicht funktioniert, möglicherweise machen die das bei internationalen Flügen hier nicht. Die ganzen Buchungssysteme für die Flüge haben das gleiche Problem: die Anzahl der Buchstaben bei Namen und Vornamen sind begrenzt.
Jetzt steht aber überall, man soll seine Namen so eintragen, wie sie im Pass verzeichnet sind. In einer schwachen Stunde hat meine Mutter mir drei Vornamen gegeben, von denen ich natürlich nur einen führe, und den auch noch verkürzt.
Hier aber muss ich immer alles eintragen. Und wenn das dann ausgedruckt wird, fehlt immer die Hälfte. In meinem Pass und auf dem Ticket stehen dann immer unterschiedliche Angaben. Das hat auch schon mal zu Irritationen und Diskussionen geführt, aber hier in Korea hat man das elegant übergangen. Die Frau hier am Counter beim Einchecken hat sehr mühevoll in Handschrift die fehlenden Teile meines Namens auf das Ticket geschrieben. Buchstaben für Buchstaben, so wie ich das im umgekehrten Fall mit koreanischen Schriftzeichen auch machen würde.
Spannend wurde es noch mal, als sie mich fragte, wo ich denn nach meiner Zeit in Taiwan hinwill. Es zielt darauf ab, dass die Luftfahrtgesellschaft, die einen in ein Land bringt, im Prinzip auch für den Abtransport verantwortlich ist.
Wenn man einen Weiterflugticket hat, ist das okay, wenn nicht, gibt es Ärger. Das ist mir schon mal in Indonesien passiert, als ich auf die Philippinen wollte, aber von dort aus kein Ticket hatte, um weiter zu fliegen. Erst, als ich dann noch am Flughafen ein Ticket nach Thailand gebucht hatte, ließ man mich mit Fliegen.
Das Problem ist aber, dass es heute ja keine Tickets mehr gibt. Das einzige, was ich vorweisen konnte, war der Kalendereintrag mit dem Flug und da speichere ich auch üblicherweise den Code zum einchecken. Glücklicherweise hat das der Frau ausgereicht, sonst hätte ich nicht gewusst, wie ich aus der Nummer rauskomme.
Da ich heute sehr früh abgereist bin, konnte ich mich leider von Young nicht verabschieden, deshalb habe ich das schriftlich getan. Und, wie nicht anders zu erwarten, kam auch eine Antwort. Hier ist sie:
Wenn ich wüsste, wie man früh am Morgen auscheckt, würde ich Ihnen die gestrige Check-out-Zeit sagen.
Ich hätte vorher fragen sollen. ᅲᅲ
Ich kann mich nicht verabschieden.
Es ist schade, aber ich bin froh, dass du dich gut ausgeruht hast. Es ist erstaunlich, dass ich für eine Weile ein Statist in Ihrem Buch bin! Haha
Ich drücke der Veröffentlichung eines wunderbaren Buches die Daumen.
Ich hoffe, Sie haben eine lustige Zeit an Ihrem nächsten Reiseziel.
Auch wenn es nicht unsere Unterkunft ist, kommen Sie bitte nach Busan zurück, wenn Sie Zeit haben. Es gibt immer noch viele Dinge zu essen und Orte zu gehen!
Danke. Ein wunderbarer deutscher Freund.
Bleiben Sie gesund! ^^
Ich werde Young nie vergessen!
Damit ist mein Korea – Abenteuer zu Ende. Und ja, ich bin etwas traurig.
Ursprünglich war mein einziger Link zu Korea, dass ich mal Kimchi probiert hatte.
Und dann, sehr viel später, habe ich die Fernsehserie Squid Game gesehen, eine sehr spannende Horror-Story. Das wars.
Heute ist das etwas anders. Ich kenne nur einen Bruchteil des Landes, der Kultur und der Menschen, aber es ist ein erster Eindruck und der war (vielleicht ähnlich wie damals, als ich das 1. Mal nach Rumänien gefahren bin) sehr viel positiver, als ich gedacht habe. Um es kurz zu machen: es gibt hier viel mehr als Kimchi und Spiele, die mit dem Tod enden.
Die Küche ist hochinteressant und lecker und die Menschen sind Fremden gegenüber aufgeschlossener, als wir (was nicht schwer ist). Es ist eine komplett andere Welt und dann doch wieder nicht. Es ist moderner als z.B. Thailand, es scheint alles sehr ordentlich und sauber zu sein. Ja, es ist anders, aber für Europäer mag es leicht sein, sich hier einzugewöhnen, vielleicht leichter, als in anderen asiatischen Ländern.
Seoul sollte definitiv auf jeder Bucketlist stehen.
Stop! Stop! Stop! Den letzten Satz will ich zurückziehen: auf keinen Fall hierher kommen! Niemals! Gaaaanz schlechte Idee!
Heute haben (das ist mein Eindruck) die Menschen Korea noch nicht so entdeckt wie z.B. Japan, wo schon fast zu viele Touristen (Tokyo, Kioto….) sind. Hier ist die Welt noch in Ordnung. Noch!
Und noch was:
Ich bewege mich hier in den großen Städten, wie wann und wohin ich will. Ich gehe zu Fuß auch schon mal im Dunkeln, ich fahre mit dem Bussen oder mit den Zügen, und mir kommen viele Gedanken, nur einer kommt mir nicht: Sicherheit! Ich bin aber davon überzeugt, dass man sich darüber hier in Korea keine Gedanken machen muss. Natürlich gibt es vor allem mit den Großstädten immer wieder Taschendiebe. Aber die gibt es in der Düsseldorfer Altstadt auch, wer sein Handy oder sein Portemonnaie in der Gesäßtasche leicht rausgucken lässt, bekommt, was er verdient. Meine Taschen hier haben alle Reisverschlüsse und natürlich achte ich da drauf. Aber das ist schon eine Automatik bei mir geworden. So sehr ich sieht Südamerika mag, dieses entspannte Reisen hier finde ich fast schöner.
Ps: Mein Name auf Koreanisch ist übrigen 조
Und jetzt geht es nach Taiwan. So nach dem Motto: solange es das noch gibt. Mister Xi aus China möchte es sehr gerne wieder vollständig in seiner Obhut haben. Als ich das erste Mal nach China gefahren bin, gab es in dem Lonely Planet ein separates Kapitel zu Taiwan. Also es gab ein Kapitel China, und es gab ein Kapitel Taiwan, und es gab mehrere Karten in dem Reiseführer, wo die Länder auch separat dargestellt wurden. Damals wurde in den Foren immer geraten, bei dem Reiseführer die Umschlagdeckel abzureißen, damit er bei der Kontrolle nicht als solcher erkannt wird. Wenn man damals mit einem solchen systemwidrigen Dokument erwischt worden wäre, hätte es Ärger gegeben.
Heute ist das, glaube ich, etwas entspannter. Hoffe ich. Ich habe auf jeden Fall einen Reiseführer Taiwan dabei, und da steht nichts von China. Aber er ist auch nur digital!
Ich bin gespannt, was mich dort erwartet, auf der alten Insel, die früher mal Formosa geheißen hat. Der Namensursprung: Ilha Formosa - schöne Insel!
Knapp 24 Millionen Menschen leben in dem hochentwickelten Industriestaat Taiwan. Weit mehr als die Hälfte der weltweit hergestellten Halbleiter-Bauelemente werden hier produziert. Taiwan gehörte ursprünglich zu China, fiel dann an Japan und kam nach dem 2. Weltkrieg wieder nach China. 1949, nach dem Bürgerkrieg, zog sich das Militär, die Eliten und die Regierung auf die Insel zurück. Hier entwickelte sich schnell ein wirtschaftlich starkes Volk und ab 1980 wurde das Einparteiensystem langsam in die Demokratie geführt. Heute gilt Taiwan neben Korea und Japan als demokratischstes Land in Asien, vergleichbar mit Deutschland.
Das Land ist ungefähr so groß wie Baden-Württemberg und hat ein Bruttoinlandsprodukt von ca. 1,9 Billionen $. Es wird chinesisch gesprochen, aber auch Taiwanisch und 16 Sprachen der anerkannten indigenen Völker.
Taiwan wird als selbständiger Staat nur von wenigen Ländern anerkannt. In Europa ist es nur der Vatikanstaat, in Amerika nur Belize, Guatemala, Haiti und Paraguay.
China sieht Taiwan als abtrünnige Provinz und will sie gerne heim ins Reich holen.
Mir wird sich Taiwan hoffentlich so zeigen, wie es der Reiseführer verspricht: Danach verbindet Taiwan atemberaubende Natur mit moderner Lebensart auf kleinstem Raum. Von tropischen Stränden bis zu nebelverhangenen Hochgebirgen erlebt man enorme Vielfalt.
Die Städte sollen sicher sein, sauber und voller kreativer Energie.
Taiwans Küche zählt, wenn man vielen Artikeln glauben darf, zu den spannendsten Asiens – Streetfood auf Nachtmärkten ist legendär.
Die Menschen sind offen, hilfsbereit und machen Reisen besonders angenehm, die fortschrittlichen und
effizienten öffentliche Verkehrsmittel ermöglichen demnach stressfreies Erkunden des Landes.
Bald weiß ich mehr….
Mein 2. Flug. Die Maschine der Busan Air ist nicht komplett besetzt und ich kann mir eine leere Reihe schnappen. Der Flug ist kurz, aber warum soll man es sich nicht gemütlich machen. Das restliche koreanische Geld ist weggepackt (3.150 Won) und eine neue e-Sim für Taiwan ist schon gebucht.
Jetzt gleich auf dem Flughafen muss ich mir noch eine Easy-Karte kaufen, die braucht man hier für die öffentlichen Verkehrsmittel. Und Taiwan-Dollar muss ich haben. 200€ sind 7.500 $, das ist die Summe, die ich gleich, nach der Landung, dem Automaten abknöpfen will.
Der Flug dauert nur etwas über 2 Stunden, aber in der geräumigen leeren Reihe hatte ich es gemütlich.Als Nächstes kam dann das Scannen der Gepäckstücke. Da standen viele Warnschilder, was man alles nicht einführen dürfte und ein großes Kapitel betraf Lebensmittel.
Da fiel mir ein, was auf der China-Reise mit Dagmar auch schon Probleme gemacht hatte. Wir hatten zwei Äpfel im Gepäck, das gefiel den Grenzern gar nicht. Bei mir war es jetzt eine kleine, nicht angebrochene Packung mit geräucherten Würstchen, die ich als Snack mit hatte. Eine sehr freundliche junge Frau erklärte mir (auf Chinesisch) dass das verboten sei und zeigte immer auf ein Schild wo auch Würstchen abgebildet war.
Alles klar, Pech gehabt. Dann ging es an die Immigration und auch da war es nicht so einfach. Erst konnte der Automat meinen Pass nicht lesen, dann sagte die Kamera immer zu mir ich solle die Maske abnehmen. Unverschämtheit!
Dann musste ich zu einem Spezialschalter, wo das auf althergebrachte Weise überprüft wurde und da hab ich sogar meinen ersten Stempel in den Pass bekommen. In der Ankunftshalle war eine Information und die Mitarbeiterinnen sprachen sehr gutes Englisch. Sie waren freundlich und hilfsbereit und haben mir gezeigt, wo der Geldautomat ist, wo die Metro ist und wo ich eine Easy Card kaufen kann. Die Easy Karte ist hier eine Chipkarte, die man aufladen kann mit Geld und mit der man öffentliche Verkehrsmittel und andere Dinge sehr einfach bargeldlos bezahlen kann. Sehr praktisch! Jetzt bin ich also in Taipeh, habe Taiwan Dollar, eine Easy Card und bin gespannt.
Nach 1/2 Stunde war ich zu Fuß in der Unterkunft. Unterwegs hatte ich mir noch ein Eis gekauft und bin dann gemütlich in Richtung Hostel gelaufen. Das Triple Tiger Inn wirkt ein bisschen chaotisch, ist aber ganz okay. Das Zimmer ist gut, nur leider gibt es keine elektrische Toilette mehr. Schade! Da hatte ich mich sehr dran gewöhnr!!
Mein Zimmer ist im vierten Stock und im dritten Stock ist die Rezeption. Sie ist mit einer schweren Eisentür geschützt und dahinter ein ist großer und ein mittelgroßer Hund. Der Große scheint nicht das Problem zu sein, aber der Kleine ist noch sehr unerzogen. Werde ich halt nicht so oft da hingehen!
Ich richte mich ein und lasse die Klimaanlage beim Weggehen laufen, das ist nicht nett, aber in dem Zimmer ist es ordentlich warm. Auf der Straße aber auch! Die Straßen sind laut und es ist viel Verkehr. Die Anzahl der Mopeds erinnert mich sehr an Saigon!
Ich will einfach mal ankommen und mehr sehen, als nur auf dem Weg hierher. Also mache ich mich auf dem Weg zum National Museum.
Kleidungsmäßig habe ich gewechselt von Sneakers mit Socken auf Sandalen ohne Socken. Das ist definitiv in den warmen Ländern meine bevorzugte Fußbekleidung. Schade nur, dass die Sandalen flammneu sind. Ich habe sie zu Hause zwei-dreimal für eine oder zwei Stunden angehabt, aber mehr noch nicht. Und ich habe mit dem Einlaufen von Sandalen deutlich schlechtere Erfahrung (barfuß) als mit dem einlaufen von irgendwelchen Schuhen. Also mache ich heute mal die Feuerprobe und laufe die 3 km oder dreieinhalb zum Museum und auch wieder zurück. Nachher werde ich schlauer sein.
| Nein, als dieses Mammut gelebt hat, war ich noch nicht auf der Welt! |
Mein erster Besuch gilt dem National Museum von Taipeh, ein Naturkundemuseum. Ich frage natürlich nach einem Senioren Ticket (irgendeinen Vorteil muss das Alter hier haben) und erfahre, dass heute der Eintritt für Senioren frei ist. Hab ich doch den richtigen Riecher gehabt. Wie häufig ist das Museum in einem herrlichen Gebäude untergebracht und in der ersten Abteilung werden Tiere gezeigt, die früher hier gelebt haben.
| Mütze eines Indigenen |
Es ist eine interessante Ausstellung und von den vielen Tieren, die hier gezeigt werden, sind natürlich einige der Insellage geschuldet endemisch.
Auch interessant: in der Abteilung Schmetterlinge und Motten werden auch verschiedene Fledermäuse gezeigt, die mit Vorliebe diese Tiere jagen. Einige der Tiere haben aber Fähigkeiten oder körperliche Merkmale entwickelt, den ausgesendeten Sound der Jäger zu absorbieren, oder sie erzeugen selber Geräusche, die die Fledermaus verwirren. Das Wunder der Natur!
Das ist so eines der Kernthemen dieses Museums: es gibt viele Natur auf Taiwan, und auch viele Menschen. Und das muss zusammengebracht werden.
| Titanic |
Zweiter Besuch war dann beim Marinemuseum. Ich war ziemlich knapp mit der Zeit, weil es in einer Dreiviertelstunde schließen würde, aber ich dachte für einen Eindruck wird es wohl reichen. Als ich dann reingegangen bin, wollte mich der Pförtner zuerst nicht reinlassen, aber eine Frau hat sich dann erweichen lassen.
Ich sollte erst mal in den fünften Stock hochfahren und habe dort angefangen. Das war auch der logische Verlauf der Ausstellung, weil da die ganzen Wikingerschiffe und Koggen als Modell ausgestellt waren. Darunter interessanterweise die Silver Cloud. Das Schiff kenne ich, das ist ein alter Teesegler gewesen, zu seiner Zeit eines der schnellsten Schiffe zwischen England und Indien.
| Die Flying Cloud |
Das Schiff ist dann später umgebaut worden zu einem Luxus-Passagierschiff und als ich 2005 von der Firma ein Incentive bekommen sollte , hatten die mir einen Gutschein geschenkt, mit dem ich mit Daggi zusammen zwei Wochen auf der Silver Cloud hätte segeln können. Die Tour wäre irgendwo in der Karibik auf den Bahamas oder so gewesen. Aber so eine Luxus Nummer ist nichts für mich, deshalb hatte ich mich damals für die Indien Reise entschieden und das auch nie bereut.
Zuerst dachte ich, das sei es schon gewesen aber dann machte mich einer der Museumswärter darauf aufmerksam, dass eine Etage tiefer noch was sei. Dort waren dann moderne Schiffe zu sehen, unter anderem auch die Titanic.
Eine Etage tiefer waren dann Kriegsschiffe ausgestellt und pikanter Weise machte der Wärter, als ich kam, motivierende Tschingdarassa-Musik an. Hier war auch ein Sonderbereich für die Evergreen-Reederei, die die größten Schiffe auf den Weltmeeren managed. Dazu gehörte auch die Evergiven, die lange Zeit im Suez-Kanal steckengeblieben war.
Für den Bereich Navigation hatte ich dann leider keine Zeit mehr, aber es war ein interessanter Besuch.
Auf dem Rückweg möchte ich noch drei kurze Stopps. Der erste Stopp war beim Präsidentenpalast, ein riesiges Gebäude mit entsprechenden Wachen, die mich misstrauisch beobachte.
Etwas entspannter war es dann ein Stückchen weiter bei Chiang Kai shek. Dessen Statue steht in einem schönen Park und er guckt grimmig in die Ferne.
Und dann kam ich noch zufällig an einem interessanten Tempel vorbei und konnte dort ein paar Fotos schießen.
Hier ist noch alles sehr neu für mich und ich muss mich erst langsam dran gewöhnen. Die Straßen sind wie gesagt sehr voll und leider ist es auch sehr heiß, aber das wird jetzt so bleiben…
Ich sehe die Wörter, die mir vertraut sind.
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