Mittwoch, 8. April 2026 Ankunft in Südkorea
Ist das geil! Wow! Wahnsinn!
Das Upgrade war eine Super-Idee. Ich sitze nicht auf der Hühnerstange, wie sonst immer, sondern ich habe eine winzige 1-Personen-Wohnung. Wenn ich im Sitzen die Beine ausstrecke, komme ich nicht an die Sitze vor mir heran. Auch in der Breite ist reichlich Platz. Der Sitz ist bequem und vorhin hat die Stewardess die Menüfolge mit mir vereinbart. Fliegen wie Gott in Frankreich (oder so ähnlich). Jetzt freue ich mich auf den Flug. Die Reise kann beginnen.
Es gibt natürlich Decken und Kissen und sogar Hausschuhe. In dem Kabinenteil, in dem ich sitze, sind 6 Plätze, 2 links, 2 rechts und ich sitze auf dem linken Sitz in der Mitte. Neben mir eine hübsche Koreanerin - die haben wirklich an alles gedacht.
| Gemütlich! |
| Hier lässt es sich aushalten! |
Billig war die Nacht nicht, aber sehr angenehm. Zum 1. Mal habe ich (in Etappen) mehrere Stunden schlafen können. Genial! Die Bordverpflegung entsprach aber eher einer Billigfluggesellschaft, aber egal: ich bin nicht zum essen hier. Als wir um 14 Uhr Ortszeit landen, bin ich frisch und ausgeruht.
Nun bin ich also in Korea.
한국어 문자 한글은 특히 논리적이고 배우기 쉽다고 평가받습니다.***
Südkorea liegt in Ostasien auf der koreanischen Halbinsel und verbindet auf einzigartige Weise Tradition und Moderne. Die Hauptstadt Seoul ist eine lebendige Metropole und zählt zu den größten Städten der Welt. Mit rund 50 Millionen Einwohnern ist Südkorea eine demokratische Republik und eine der wirtschaftlich stärksten Nationen Asiens. Weltbekannte Unternehmen wie Samsung, LG und Hyundai stehen für Innovation und technischen Fortschritt. Die koreanische Schrift Hangeul gilt als besonders logisch und leicht erlernbar. Gleichzeitig begeistert das Land mit seiner Kultur: K-Pop, K-Dramen und koreanische Filme sind weltweit beliebt. Traditionelle Feste, Respekt und Gemeinschaft spielen im Alltag eine große Rolle. Auch die vielfältige Küche mit Gerichten wie Kimchi, Bibimbap und Bulgogi macht Südkorea zu einem faszinierenden und inspirierenden Land.
***das bedeutet: „Die koreanische Schrift Hangeul gilt als besonders logisch und leicht erlernbar“.
Natürlich ist der Flughafen hier sehr groß, und natürlich ist es schwierig, sich zu orientieren. Die Einreiseprozedur war zäh, aber recht gut organisiert. Dann machte ich mich auf eine ziemlich lange Suche nach einem Geldautomaten. Die ersten zwei, die ich entdeckt habe, wollten mir kein Geld geben. Aber schließlich fand ich einen und habe meine ersten Won bezogen. 1000 Won sind circa sechs Euro. Jetzt mit Barem ausgerüstet, suchte ich mir meinen Bus, fand den aber ziemlich schnell. Am Flughafen gab es einen Schalter, wo man die Tickets kaufen konnte und so ging es bald los mit dem Bus in die Stadt.
Die Fahrt sollte ca. 1 Stunde dauern und je näher wie in die Stadt kommen, umso dichter wird der Verkehr. Die Sonne scheint, die Bäume und Büsche zeigen das erste grün und die Kirschbäume blühen. Die Stadt präsentiert sich auf dem ersten Blick sehr freundlich.
Die Straßen, die wir passieren, sind größtenteils acht oder zehnspurig. Die Koreaner scheinen ihr Auto so sehr zu lieben wie die Japaner und auch die Deutschen. Der Verkehr erinnert mich ein bisschen an die Innenstadt von Istanbul, das war so ziemlich das chaotischste, was ich bisher gesehen hab. Die Koreaner können was! Irgendwann bin ich in der Innenstadt angekommen und hier stehen unzählige Hochhäuser auf beiden Seiten des Flusses.
Der Bus braucht elend lange und so komme ich erst 2 Stunden nach der Landung in meinem Viertel an. Die Gegend war auf booking.com gut bewertet worden und jetzt weiß ich auch, warum. Viele kleine Straßen mit vielen kleinen Geschäften, Restaurants, Garküchen – es ist einfach wunderbar.
Auch jetzt am späten Nachmittag ist das Wetter noch freundlich und ich ziehe nach dem einchecken auch nur sicherheitshalber meine Jacke an. Hier in dem Viertel gibt es nicht ganz so viele Autos, dafür aber viele Passanten, vorwiegend junge Leute. Alles ist sehr bunt und durch die fremde Schrift auch etwas verwirrend, aber es gefällt mir.
| Seoul |
| Mein Viertel |
| Meine Kapsel |
| Auch kuschelig |
Aber ich habe mich vertan. Das Viertel, dass ich so schön finde, ist nur am Rand eines viel größeren Viertels, dass noch um einiges verrückter ist. Neben einigen, sehr interessanten, stylischen Shops am Rande, haben mitten auf der Straße viele kleine Händler ihre Stände aufgebaut.
Hier wird abwechselnd irgendwelches Kleinzeug verkauft, aber überwiegend etwas zu essen. Da sind süße Sachen, Dinge aus Teig, natürlich überall irgendwas mit Kimchi und sehr viel gegrilltes Schwein und Sea food.
Es ist furchtbar schwer, hier durchzugehen, wenn man etwas hungrig ist. Und ja, das Essen im Flugzeug war meine letzte Mahlzeit. Aber auf meinem ersten Erkundungs-Gang habe ich mich mit einem kleinen Eis, einem sehr leckeren Kaffee und einem großen Bier begnügt. Ein hervorragende Anfang!
Der Markt hier in der Innenstadt ist riesig und langsam wird es auch etwas kühler. Die Temperaturen gehen hier nachts auf 3° runter. Hier ist also eine Heizung wichtiger, als eine Klimaanlage.
Als ich dann langsam in Richtung Hostel ging, wurde es immer voller. Ich bin ja schon in vielen großen Städten gewesen, darunter auch so Orte, die Peking, Tokio, Rio oder New York, aber gegen diese Gegend hier in Seoul wirkt das alles ein bisschen provinziell. Sorry to say!
Die Farben, die Geräusche, die ganzen Eindrücke durch die Shops und Marktstände, aber auch durch die ganzen Lichter sind sehr einmalig. Dazu die vielen Leute, das ist ein Bild, dass man so schnell nicht vergisst!
Ich bin angekommen!
Mit ca. 9,5 Millionen Touristen jährlich ist Seoul die zehntmeist besuchte Stadt der Welt. Interessant ist auch, dass es hier 9,5 Millionen Einwohner gibt. Die Stadt verdankt ihren hohen Bekanntheitsgrad den Firmen Hyundai, Samsung und LG, aber auch dem K-Pop (Gangam Style) und hier waren auch die Olympischen Spiele 88 und die Fußball Weltmeisterschaft 2002.
Der Name Seoul bedeutet eigentlich „Hauptstadt“, früher hieß der Ort Wiryeseong, Hanyang, Namgyeong, Hanseong, Keiyo und Gyeongseong, man entschied sich nach der Befreiung aber für den Namen Seoul.
Heute weiß man, dass hier schon vor 4000 Jahren Menschen gewohnt haben und die ersten schriftlichen Zeugnisse sind 100 Jahre vor Chr. Geburt entstanden.
1910 wurde das Land von Japan annektiert und viele Männer mussten Kriegsdienste an der Seite von Japan ausüben, Frauen wurden oft als „Trostfrauen“ in Bordelle gesteckt.
1945 wurde Korea zur amerikanischen Besatzungszone und seitdem trägt die Stadt den Namen Seoul. 1950 überschritten Nordkoreanische Soldaten die Demarkationslinie und eroberten 1951 mit Hilfe von einer chinesischen „Freiwilligenarmee“ die Stadt. 3 Monate später konnte sie zurückerobert werden, aber bis dahin waren viele Südkoreaner entführt worden und die Stadt war völlig zerstört.
Nach dem Ende des Koreakriegs begann man mit dem Wiederaufbau und Seoul wuchs sehr rasch. Heute hat die Stadt Seoul eine sehr hohe Bevölkerungsdichte, die fast doppelt so hoch ist wie die von New York. Es gibt hier ca. 40 Universitäten und fast 1400 Schulen.
Und es gibt ‚spezielle‘ Cafés in der Stadt. Da sind welche mit Katzen oder mit Hunden, aber auch mit Waschbären, Schafen und sogar mit Kakerlaken. Wem´s gefällt…..
Capsule Hostel, interessant.
AntwortenLöschenJa, das ist ganz ok, obwohl ich schon bessere Kapseln in Japan gehabt habe!
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